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| Das tänzelnde Pony - Rollenspielforum Für Rollenspielunterhaltungen, die "in-Charakter" durchgeführt werden. |
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#1 (permalink) |
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Junior Member
Join Date: Mar 2007
Location: Germany
Posts: 14
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Neulich in einer Taverne nahe Bree:
Der vertraute Gruch von Schweiß und saurem Bier weckte Erinnerungen; Öllampen warfen tanzende Schatten auf die rußigen Deckenbalken und die massiven Tische darunter. Eine in eine glitzernde Tunika gehüllte Gestalt betrat die Bühne und das Publikum - zumeist abgehalftere, narbengesichtige Burschen deren Berufung höchst zweifelhaft war - hielt den Atem an. Filiane lächelte, nun gut dies war nicht gerade das Publikum am Gondorischen Hof, aber man nimmt ja was man kriegen kann. Verschmitzt mit den Zeigefinger warnend trat sie einem zu forsch grabschenden Verehrer die Nase ein und erhob ihr zierlich Stimmchen: "Werter Pöbel! Hiermit möchte ich mir darin gefallen euch einige einfach gehaltene Zeilen aus meiner neuen Langsing Poetrie - kurz LP - zukommen zu lassen." "Dieses Werk möchte ich einem gewissen Zwergenwächter widmen, der Dreckskerl wird schon wissen dass er gemeint ist, welcher mir sehr am Herzen liegt." Grinsend stieg sie einem etwas zu begeistertem Zuhörer, welcher soeben die Bühne erklimmen wollte, auf die Finger und drehte sich lächelnd auf dem Absatz herum: Ich schlenderte gemach, versonnen aus der Schänkentür Mit Armen voller Freudenwonnen lag die Nacht vor mir In meinem Mund ein Pfeifchen hing, im linken Arm ein Mägdlein ging In rechter Hand ein Krug voll Bier, so wandelten hinaus wir vier Die Welt, sie hielt den Atem an, die Zeit stand stockend still Und ich ersann, was ich noch retten kann und retten will Doch als ich auf die Straße trat, voll Frohgemut und -sinn Schritt ich in schlammig' Stadtunrat und schlitterte dahin Der Untergrund geschwind entglitt, im Schwung nahm ich das Mägdlein mit Die mir im Schreck und ihrem Flug das Pfeifchen aus dem Munde schlug Die Welt, sie hielt den Atem an, die Zeit stand stockend still Und ich ersann, was ich noch retten kann und retten will Ich stützte mich mit linker Hand und warf mich hoch empor Und zog dabei nicht grad galant am Haar das Mägdlein vor Dann trat ich mit dem Fuß die Pfeif', die flog in einem Funkenreif Hinweg der Magd, die grad nach vorn, wie ich erneut den Halt verlor'n Die Welt, sie hielt den Atem an, die Zeit stand stockend still Und ich ersann, was ich noch retten kann und retten will Ich warf mich also auf den Rücken, und mit linker Hand und Knie Tat ich sie wuchtig von mir drücken, daß sie rittlings fiel und schrie Grad noch erreichte denn mein Schuh das Pfeifchen, und ich trat schnell zu So sauste sie erneut hinweg dem Weib, sich nähernd Straßendreck Die Welt, sie hielt den Atem an, die Zeit stand stockend still Und ich ersann, was ich noch retten kann und retten will Ich schwang mein' Oberleib hinauf und hielt und riß die Magd am Kleid Das hat sie zwar nicht von dem Sturz, doch von dem schnöden Kleid befreit Dann wollt' ich, daß mein Munde fing das Pfeifchen, das zu Boden ging So beugte ich mein Kreuze krumm und fing es zwar, doch falsch herum Die Welt, sie hielt den Atem an, die Zeit stand stockend still Und ich ersann, was ich noch retten kann und retten will Voll Schmerz gepeint spie ich die Glut im allzu weiten Bogen aus Und streckte mich voll Übermut mit letzter Kraft in Saus und Braus In Richtung Magd, die leuchtend gar mit meiner Funkenglut im Haar Trotz all der Müh', die ich mir gab, fiel klatschend in den Stadtunrat Die Welt, sie hielt den Atem an, die Zeit stand stockend still Und ich ersann, was ich noch retten kann und retten will So stand ich denn betreten da, von Schlamm und Matsch benetzt Besudelt, stinkend, muffig gar, vom Straßendreck durchsetzt Vor einer Magd, die halbnackt war, mich schmorend und verletzt besah Und trotzig sich denn abgewandt, ist schluchzend sie nach Haus gerannt Die Welt, sie hielt den Atem an, die Zeit stand stockend still Und ich ersann, was ich noch retten kann und retten will Auch mein guter Tabak war in aller Welt verstreut Mein guter, edler Tabak, den genießen wollt' ich heut Dahin war die erhoffte Nacht, so hab ich mich denn heimgemacht Und trank frustriert in einem Zug das Bier ich in der Rechten trug Den tosenden Beifall geniessend verlässt Mittelerdes Superstar die Kaschemme um den Wargs in den Ettenöden ebenfalls ein Ständchen ganz besonderer Art zukommen zu lassen... * natürlich ist der Text des Liedes schamlos von der Musikgruppe Versengold gestohlen, passt aber, wie ich finde, herrlich auf unsere gedrungenen Freunde Last edited by Filiane; 04-03-2008 at 10:15 AM. |
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