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View Full Version : McTonalds


Durangrim
01-06-2007, 05:29 PM
Neulich bei McDonalds .... :D
Autofahren macht Spaß.
Essen macht Spaß.
Am meisten Spaß macht Essen im Auto.

Deswegen besitze ich diese erhöhte Affinität zu Drive-in-Schaltern,
speziell in meinem Lieblings-Fast-Food-Restaurant. Das Vergnügen an der
Self-Service-Version des Essens auf Rädern wird allerdings erheblich
durch die Qualität der Gegensprechanlage gemindert.Ich bin der
Überzeugung, dass sie ihren Namen deshalb bekommen hat, weil sie völlig
gegen das Sprechen ausgelegt ist. "Hiere Bechelun hippe," knarzt es mir
aus dem Lautsprecher entgegen - der übrigens ein lebender Beweis für
die Haltbarkeit von Vorkriegsware ist.
Heiliger McDonald! Investment wäre hier angebracht. Als erfahrener
Drive-In´er weiß ich allerdings, dass der Herr am anderen Ende des
Dosentelefons sich gerade nach meiner Bestellung erkundigt hat.

Ich eröffne das Spiel klassisch mit einer Gegenfrage:
"Haben Sie etwas vom Huhn ?"
Aus der Gegensprechanlage tönt ein schwer verständliches Wort, dass
allerdings eindeutig mit "...icken" endet. Deshalb antworte ich: "Gute
Idee, junger Freund, aber zunächst möchte ich etwas essen."

Etwas lauter tönt es zurück: "TSCHIKKEN !"

"Ach so, Sie meinen Chicken. Nö, lieber doch nicht. Haben Sie
vielleicht Presskuh mit Tomatentunke in Röstbrötchen?"
"Hamburger?", fragt mein unsichtbarer Gegenüber zurück.
Wahrheitsgemäß erwidere ich: "Nein, ich bin Einheimischer. Aber
wieso ist das so wichtig für meine Bestellung ?"

"WOLLEN SIE EINEN H-A-M-B-U-R-G-E-R!?"
"Jetzt beruhigen Sie sich mal. Ja ich nehme einen."

"Schieß?"

"Stimmt, hatte ich nach der letzten Mahlzeit hier. Mittlerweile
ist meine Darmflora allerdings wieder wohlauf, so dass ich denke,
ich kann es erneut riskieren."
OB SIE KÄSE ZUM HAMBURGER MÖCHTEN!?"
"Netter Vorschlag. Ja, ich glaube ich nehme einen mittelalten
Pyrenäen-Bergkäse, nicht zu **** geschnitten, von einer Seite
leicht angeröstet."
Ob die nächste verknarzte Meldung aus dem Lautsprecher nun "Aber
sicher doch" oder "Du *PIEP* " lautet, kann ich nicht exakt heraus
hören. Deutlich verstehe ich hingegen: "was dazu ?". "Doch ja. Ich
hätte gerne diese gesalzenen frittierten Kartoffelstäbchen.."
"Also Pommes?" "Von mir aus auch die."
"Groß, mittel, klein?" "Gemischt. Und zwar genau zu einem Drittel
große, mittlere und kleine."

"WOLLEN SIE MICH EIGENTLICH VERARSCHEN??!!"

Diese, wiederum sehr laut formulierte, Frage verstehe ich klar und
deutlich. Sie verlangt eine ehrliche Antwort: "Falls das Bedingung
ist, hier etwas zu essen zu kriegen: Ja. Also, machen wir weiter?"
"Gut, gut. Etwas zu den Pommes?" "Ein schönes Entrecote, blutig,
und ein Glas 1997er Chianti."

"ICH KOMM´ DIR GLEICH RAUS UND GEB´ DIR BLUTIG!!!"

"Machen Sie das, aber verschlabbern Sie den Chianti dabei nicht."

"SCHLUSS JETZT !

Schalter zwei. Sechsmarkfünfundvierzig." Schon vorbei. Gerade wo es
anfängt lustig zu werden. Aber ich habe noch ein Ass im Ärmel. Ich
zahle
mit einem 500-Mark-Schein: "Tut mir leid, aber ich hab´s nicht größer."

*PIEP* freundlich werde ich ausgekontert: "Kein Problem," und mit
kaltem Blick ausbezahlt, klappert mein Wechselgeld auf dem
Stahltresen.
Doch nicht mit mir! Ich will den totalen Triumph: "Kann ich ne
Quittung haben? Ist ein Geschäftsessen."

Torloc
01-06-2007, 07:01 PM
Ach das war ja sowas von herrlich.... DAS ist ganz grosses Kino.

Ich hoffe eine Fortsetzung folgt..?

Bufko
01-06-2007, 08:00 PM
Ganz ganz wunderbar. Ich kann nicht anders und quote es mal eben (mit Quelle natürlich) in mein anderes (nicht-Lotro-)Stammforum ^^

Großartig :)

Purpleheart
02-06-2007, 12:27 AM
Hammerhart^^
Wenn das von Dir ist, dann solltest Du ein Buch mit solchen Storys schreiben, damit kann man sicher Geld machen 8)

Durangrim
02-06-2007, 11:46 AM
Hammerhart^^
Wenn das von Dir ist, dann solltest Du ein Buch mit solchen Storys schreiben, damit kann man sicher Geld machen 8)

Das ist alles nur geklaut *träller* das ist alles gar nicht meines *sing*

Wie es immer so ist, sammelt sich das eine oder andere doch an in einer langjährigen Onlinelaufbahn und gelegentlich stöbert man in alten Sachen und denkt sich, Mensch das war sowas von klasse, sollte man eigentlich mal wieder posten.

Manchmal bekommt man dann ein müdes Lächeln und den Kommentar "ist doch schon uralt" und manchmal, so wie hier, freut man sich, dass man anderen eine Freude machen konnte ;)

/Edith sagt, da ihr so gerne lacht, hab ich da noch was für Euch:

Dieser Bewerbungsfragebogen von McDonalds wurde wirklich so ausgefüllt und der Bewerber wurde auch tatsächlich eingestellt!

1. Name/Vorname:
Jancqueur, Herve

2. Alter:
28

3. Gewünschte Stellung:
Horizontal, und zwar so oft wie möglich. - Jetzt mal ernsthaft, ich mache alle Arten von Arbeiten. Wenn ich wirklich in der Lage wäre, Ansprüche zu stellen, wäre ich jetzt nicht hier.

4. Gehaltsvorstellungen:
51.000 DM brutto im Jahr, plus Weihnachtsgeld und Extrazulagen. Wenn das nicht möglich ist, machen sie mir ein Angebot, wir können verhandeln.

5. Ausbildung:
Ja.

6. Letzte Anstellung:
Lieblingszielscheibe eines sadistischen Abteilungsleiters

7. Letztes Gehalt:
Unter meinem tatsächlichen Niveau.

8. Offenkundige Erfolge (im Rahmen dieser Arbeit):
Eine unglaubliche Ausstellung von gestohlenen Kugelschreibern, die zur Zeit in meiner Wohnung zu besichtigen ist.

9. Gründe für Ihre Kündigung:
Siehe Frage Nr. 6.

10. Verfügbarkeit:
Egal wann

11. Gewünschte Arbeitszeiten:
Von 13.00 bis 15.00 Uhr, montags, dienstags und donnerstags.

12. Haben Sie besondere Fähigkeiten?
Natürlich, aber diese sind in einem intimeren Bereich als in einem Fast - Food Restaurant von Nutzen.

13. Dürfen wir Ihren aktuellen Arbeitgeber kontaktieren?
Wenn ich einen hätte, wäre ich nicht hier.

14. Hindert sich Ihre physische Verfassung, etwas zu heben, das schwerer ist als 20Kg?
Das kommt drauf an. 20kg von was?

15. Haben Sie ein Auto?
Ja. Aber die Frage ist falsch formuliert. Sie müsste vielmehr heißen: "Besitzen Sie ein Auto das noch fährt, und haben Sie den entsprechenden Führerschein?" - Die Antwort auf diese Frage wäre ohne jeden Zweifel eine andere.

16. Haben sie schon einen Wettbewerb gewonnen oder eine Auszeichnung erhalten?
Eine Auszeichnung nicht aber ich habe schon zweimal drei Richtige im Lotto getippt.

17. Rauchen Sie?
Nur beim Sex.

18. Was möchten Sie in 5 Jahren machen?
Auf den Bahamas wohnen, zusammen mit einem superreichen Top-Model, das mich vergöttert. Um ehrlich zu sein, möchte ich das jetzt schon, wenn Sie mir sagen könnten, wie ich das anstellen soll.

19. Können Sie uns bestätigen, das die oben gemachten Angaben voll- ständig und wahrheitsgemäß sind?
Nein, aber es liegt an Ihnen, das Gegenteil zu beweisen.

20. Welches ist der Hauptgrund, sich bei uns zu bewerben?
Dazu habe ich zwei Versionen: 1. Die Liebe zu meinen Mitmenschen, ein profundes Mitgefühl und die Möglichkeit, anderen zu helfen, satt zu werden. ODER: 2. Horrende Schulden. Was denken Sie?

sTyLeZ
02-06-2007, 04:52 PM
sehr sehr geil... da würde ich ganz gerne auch etwas anfügen :) Viel Spaß beim lesen !!

Heute Nachmittag klingelte es an der Tür. Genervt, weil ich eigentlich im
dreitägigen Urlaub nicht gestört werden wollte, und ich außerdem gerade
vorhatte, den Rasen zu mähen, schleppte ich mich in den Windfang und warf
durch die Glasfenster der Haustür einen misstrauischen Blick auf die zwei
Gestalten vor mir.

Ein Mann, vielleicht Ende 20, groß, hager, schlaksig mit Brille und Pickeln,
und eine Frau, Ende 30, ziemlich unattraktiv mit einem prägnanten Leberfleck
über der Oberlippe und strenger Frisur. Beide trugen akkurate, dunkle Anzüge
und er eine kleine Aktentasche. Da dort kein Staubsauger hineinpasste,
schwante mir schon, wer da vor mir stand.

Sie: "Guten Tag, mein Name ist (habe schon ich wieder vergessen), und das
ist mein Begleiter, Herr (habe ich mir gar nicht erst gemerkt - ich und
Namen...). Haben Sie Interesse an einem religiösen Gespräch?"

Er: *lächelt dümmlich*

Ich: "Ach, sind Sie die Gemeindepastoren? Wir wurden uns tatsächlich noch
nicht vorgestellt." (Stimmt sogar, ich wohne seit über 13 Jahren in diesem
Dorf, aber ich habe den Pastor nie kennen gelernt, ich weiß nicht mal, wie
der Kerl heißt. Ist mir auch egal, bin ja kein Christ.)

Sie: *verlegen* "Äh, nein. Wir sind die Zeugen Jehovas, die Soldaten des
Himmels."

Ich: "Soldaten des Himmels?"

Beide: *eifriges Nicken*

Ich: "Boah, da haben Sie aber einen verdammt weiten Weg zur Kaserne..."

Beide: *gucken doof*

Ich: *schnell, um sie nicht zu Wort kommen zu lassen* "Wieso Soldaten, ist
denn Krieg?"

Er: *holt Luft und setzt an etwas zu sagen*

Ich: "Ach so, Sie sind bloß das Rekrutierungskommando."

Sie: *noch immer blöd guckend* "Äh... dürfen wir vielleicht hereinkommen?"

Ich: "Gut, wenn es nicht so lange dauert. Mein Rasen mäht sich nicht von
alleine." (In der Tat wollte ich eigentlich lieber den Rasen mähen, als
diese beiden Witzfiguren klingelten. Aber warum soll man sich nicht ein
wenig Spaß gönnen...?)

Ich halte also die Tür auf und bitte sie ins - zugegebenermaßen etwas
unaufgeräumte - Wohnzimmer. Als erstes fallen meine beiden Rottweiler (Thor
und Loki) über sie her - freudig, denn sie tun niemandem etwas, sondern
freuen sich über den Besuch. Die beiden Zeugen werden noch blasser als sie
ohnehin schon waren.

Ich: *beruhigend* "Keine Angst, die Beiden tun Euch nichts..."

Dass ich bei diesen Worten absichtlich nicht die Zeugen, sondern meine Hunde
angesehen habe, haben die Beiden leider gar nicht mitbekommen. Schade...

Stocksteif lassen sie sich also die Hände abschnüffeln, dann rufe ich Thor
und Loki - absichtlich mit Betonung ihrer heidnischen Götternamen - zur
Ordnung, schicke sie auf ihre Matten in der Ecke und lasse sie Platz machen.
Widerwillig gehorchen sie.

Er: *noch immer nervös, aber um Höflichkeit bemüht* "Die hören aber gut."

Ich: "Ja, auf's Wort. Zwar erst so auf das dritte oder vierte, aber
immerhin. Aber sie sind auch die Einzigen hier, die das tun..."

Mit diesen Worten scheuche ich den Kater vom Sofa und bedeute den Beiden,
sich zu setzen. Das tun sie auch, allerdings sitzen sie nur wenig entspannt
da, den Blick nicht von den Hunden lösend.

Thor starrt aufmerksam zurück, Loki beschäftigt sich damit, Thor intensiv
das Ohr auszulecken. Die langen und feinen weißen Haare des
Türkisch-Angora-Katers Yeti werden sich auf ihren dunkeln Anzügen gut
machen.

Ich: "Möchten Sie vielleicht einen Tee?"

Sie: "Sehr gern."

Er: "Das wäre sehr freundlich."

Ich nicke und verschwinde in der Küche. Sofort springen die Hunde auf und
wuseln mir hinterher. Das tun sie immer, wenn ich in die Küche gehe. Das ist
aber auch nicht schlimm, so haben die Besucher Zeit, sich etwas umzusehen.
Ich weiß, dass sie auf Anhieb die kindgroßen Gargoyle-Statuen, die
Feuerschale und den Dolch auf dem Tisch, meine Kelche in der Vitrine und vor
allem das 30 cm große Eisenpentagramm im Fenster bemerken und sich ihre
Gedanken machen.

Drei Minuten später kehre ich mit den dampfenden Teetassen auf dem Tablett,
den Hunden im Schlepptau und meinem zurechtgelegten Konzept zurück. Ich
schicke die Hunde wieder auf ihre Matten und stelle den Zeugen ihre Tassen
hin. Sie bedanken sich artig. Ich setze mich auf das andere Sofa.

Sie: "Glauben Sie an Gott?"

Ich: *deute lachend in die Runde* "Sieht das hier etwa so aus, als ob ich
das täte?"

Sie: *zeigt auf das Pentagramm* "Ähm... nunja, ich dachte mir so etwas
schon, wenn Sie hier ein Teufelszeichen aufhängen."

Ich: *pruste fast meinen Tee über den Tisch* "Teufelszeichen? Sie sollten
noch mal zur Schule gehen. Wenn ein Pentagramm mit der Spitze nach unten
zeigt, dann ist es ein Zeichen für das Böse, vielleicht auch für den Teufel,
ebenso wie ein umgedrehtes Kreuz. Mein Pentagramm zeigt aber mit der Spitze
nach oben. Somit ist es ein Zeichen des Guten, des Lebens, der Magie und des
Schutzes. Und dieses Zeichen ist schon sehr viel älter als das Kreuz oder
das Christentum. Es schützt mein Haus vor schlechten Einflüssen - zum
Beispiel von Leuten wie Ihnen."

Sie: *erst mal sprachlos*

Er: *hilflos* "Nur Jesus kann die Menschen beschützen. Er ist für unsere
Sünden gestorben."

Super Vorlage für mich! Ich springe sofort darauf an.

Ich: "Woher weiß Jehoshua ben Joseph denn von meinen Sünden?"

Sie: *guckt blöd* "Wer?"

Ich: "Na, Jehoshua ben Joseph von Nazareth, der später Jesus Christus
genannt wurde. Sagen Sie bloß, als Zeugen Jehovas kennen sie Jesus'
bürgerlichen Namen, seinen wahren Namen, nicht? Wer hat Sie denn
ausgebildet?"

Beide: *gucken blöd*

Ich: *werde gerade warm* "Aber mal angenommen, es habe die christliche
Mythengestalt tatsächlich gegeben, woher soll er vor knapp 2.000 Jahren
gewusst haben, welche Sünden ich begehen werde? Von denen, die noch vor mir
liegen, weiß ja selbst ich noch nichts."

Er: *verlegen* "Jesus ist allwissend."

Ich: "Aha, jetzt ist er schon ganz der Papa, wie? Ich dachte, dieses
Attribut sei Gott vorbehalten?"

Sie: *will die Situation retten* "Gott ist allwissend, und durch ihn sein
Sohn Jesus Christus auch."

Ich: "Soso, der Alte quatscht also einfach meine persönlichen Daten an
seinen Sohnemann weiter. Etwa auch die, die ich ihm früher bei der Beichte
anvertraut habe? Er verstößt gegen seine eigene Regel, das Beichtgeheimnis?"

Beide: *Mund steht offen*

Ich: *schnell * "Allwissenheit für die Zukunft wurde aber nachweislich schon
von namhaften Physikern ad absurdum geführt. Nehmen Sie nur mal Schrödingers
mathematisch beweisbare Theorie von den Varianzen des Zeitstrahls, welche,
bedingt durch die Chaostheorie, zu einer unendlichen Vielfalt möglicher
Zukünfte führen und das Kontinuum in endlose unterschiedliche Varianten
aufspalten. Das macht jede exakte Zukunftsvorhersage absolut unmöglich, da
sich nicht berechnen lässt, welche der unendlichen möglichen Parallelen des
Multiversums der Zeitstrahl kreuzen wird."

Beide: *schauen drein, als hätten sie kaum ein Wort verstanden*

Ich: *sie sehr ernst anschauend* "Auch als Magier kann ich nicht exakt in
die Zukunft schauen, sondern allenfalls Tendenzen und Wahrscheinlichkeiten
bei der Divination erkennen, und ich bin schon der mächtigste Magier hier in
der Gegend - wenn ich es nicht wäre, wüsste ich das bereits."

Beide: *gucken nun erst recht blöd*

Ich: "Tja, so was lernt man nicht bei Ihrem Kegelverein, oder?"

Sie: "Den 'Kegelverein' verbitten wir uns! Wir sind..."

Ich: *unterbreche sie* "Wieso, Sie schmeißen doch wahllos die Kugeln ihrer
Propaganda ins Volk und schauen dann, ob nicht ein paar Leute umfallen. Für
mich ist das Kegeln."

Sie: *scheint sauer zu sein* "Ich sehe schon, hier können wir nichts mehr
retten."

Ich: *nickend* "Gut erkannt. Ich will auch gar nicht 'gerettet' werden."

Beide stehen auf.

Sie: "Danke für den Tee."

Er: *nickt*

Ich: "Gern geschehen. Es macht immer wieder Spaß, Leute über die wahre Natur des Universums aufzuklären."

Ich begleite sie zur Tür. Die Hunde tapsen artig hinterher.

Er: *scheint nun auch sauer zu sein* "Jesus wird Sie nicht retten, sondern
Ihre Seele verdammen."

Sie: *nickt beifällig*

Ich: "Oh, Sie wollen MIR drohen? Nun gut, dann muss ich mich wehren." *Tiefe Stimme und ausladende Gestik* "Ich verfluche Sie beide! Für den Rest des Tages sollen Sie schrecklichen Durchfall erleiden!"

Beide: *machen kopfschüttelnd, dass sie wegkommen* "So ein Unsinn..."

Ich schließe die Tür und lache erstmal lauthals los. Meine Hunde gucken mich treudoof und verständnislos an.
Ich glaube nicht, dass die beiden 'verfluchten' Zeugen jemals wiederkommen
werden.

Obwohl, ich hätte zu gern ihre Gesichter gesehen, wenn die überaus großzügig bemessene Portion Abführmittel in ihrem Tee zu wirken beginnt..

Torloc
02-06-2007, 05:06 PM
moment mal, habe ich das nicht schon in einem manowar forum gelesen???

Durangrim
02-06-2007, 07:01 PM
Hmmm Jehova Jehova erinnert mich doch an was *grins*

30. Dezember, müde und abgespannt von der Arbeit fuhr ich in die Wohnung meiner Freundin. Dort war es aufgeräumt, im Kühlschrank war etwas zu essen. Nachdem ich mir den Magen vollgeschlagen hatte, machte ich es mir auf dem Sofa bequem.



In diesem Moment klingelt es an der Wohnungstür. Ich gehe zur Tür und blicke durch den Spion. Dort stand ein etwa 40 Jahre alter, gut gekleideter Mann.

Kaum hatte ich die Tür geöffnet, fing der gute Mann auch schon an:

GEZ-Fahnder: "Guten Tag, mein Name ist Lars Lästig, ich bin ihr Rundfunkgebühren-Beaufftragter... blabla.... blabla..."

GEZ? Wirklich ein GEZ-Fahnder? Oh je...

GEZ-Fahnder: "......blabla........ sind sie Frau Anja K.?"

Hat der mich wirklich gerade gefragt ob ich Frau Anja K. (meine Freundin) bin? (Ich sehe nun wirklich nicht wie eine Frau aus, zudem trug ich einen deutlich sichtbaren drei-Tagesbart)

Das verschlug selbst mir die Sprache. Stille machte sich im Hausflur breit. Plötzlich traf mich der Hammer der Erkenntnis: Es gibt ein Leben nach dem Gehirntod, der Beweis steht vor dir. Pack den Typen ein und der nächste Nobelpreis ist dir sicher. Ich entschied mich dagegen, denn der gute Mann war sicher nicht stubenrein und ich antwortete ihm stattdessen, dass ich Gina W. sei, die uneheliche Tochter von Frau K.

GEZ-Fahnder: "Na gut, lassen wir das. Sie wissen sicher.......blabla........verpflichtet ..........blabla........anzumelden......"

Ich unterbrach den Redefluss des GEZ-Fahndern nur ungern, aber ich teilte ihm mit, dass ich mal auf die Toilette müsste, versprach ihm aber, dass ich gleich wieder da bin und schloss die Tür hinter mir. Nach fünf Minuten gab es die ersten zarten Klingelversuche.

Nach weiteren drei Minuten klingelte er Sturm und ich öffnete wieder die Tür.

GEZ-Fahnder: "Was haben sie denn solange gemacht?"

Wahrheitsgemäß antwortete ich ihm, dass ich ein lauwarmes Bier getrunken habe. Außerdem mussten mal wieder meine Fußnägel geschnitten werden.

GEZ-Fahnder: "So eine Frechheit, so was habe ich ja noch nie erlebt...."

Ich musste dem guten Mann leider Recht geben und versprach meine Freundin noch heute Abend darauf anzusprechen, warum sie das Bier nicht in den Kühlschrank gestellt hatte. Wirklich eine Frechheit.
Nun lief dieser geistige Tiefflieger rot an und rastete aus.

GEZ-Fahnder: "Wenn sie noch weiter so ein Kasperltheater veranstalten, kann ich auch andere Seiten aufziehen. Ein Anruf von mir und die Polizei durchsucht ihre Wohnung......blabla....... das wird sehr teuer für sie......blabla".

Logisch, mit Bundesgrenzschutz und Sondereinsatzkommando.

Sichtbar eingeschüchtert versprach ich nun, effektiv mitzuarbeiten und mein Kasperltheater bleiben zu lassen.

GEZ-Fahnder: "Besitzen sie einen Fernseher oder ein Radio?"

Freundlich gab ich dem Mann Auskunft. "Ja klar, ich besitze 2 Fernseher, 3 Radios, noch ein Radio in meinem Büro und zwei in meinen Autos."

GEZ-Fahnder: "Haben sie diese angemeldet?"
Ich: "Nein, bisher leider nicht."
GEZ-Fahnder: "Wie lange besitzen sie diese Geräte schon?"
Ich: "Ca. 10-12 Jahre."

Uiiiii, jetzt war er am Sabbern, als er seine Provision in Gedanken überschlug. Nun ja, um es kurz zu machen, er hielt mir nach ein bis zwei Minuten zwei Zettel zur Unterschrift unter die Nase. Eine Anmeldung der GEZ und einen Schrieb, dass ich schon seit fünf Jahren die Geräte besitze. Beides auf den Namen und die Adresse meiner Freundin ausgestellt.

Freundlich wie ich nun einmal bin teilte ich ihm mit, dass ich weder Frau Anja K. bin, noch hier wohne.

GEZ-Fahnder: "Wo wohnen sie denn?"
Ich: "Wissen sie das nicht?"
GEZ-Fahnder: "Nee"
Ich: "Super - dann schönen guten Abend"

Ich schloss die Tür, schaltete die Klingel ab und den Fernseher ein, das Bier war auch schon etwas kühler.

Wenn ich Glück habe, kommen vielleicht auch bald mal wieder die Zeugen Jehovas vorbei...

Elarias
06-06-2007, 10:33 AM
Also ich fand den Lustig

Dies ist ein reeller Funkspruch (jaja ;)), der zwischen Galiziern und Nordamerikanern stattgefunden hat - aufgenommen von der Frequenz des spanischen Maritimen Notrufs, Kanal 106, an der Galizischen Küste "Costa de Finisterra" - am 16. Oktober 1997 (dieser Funkspruch hat wirklich stattgefunden und wurde erst im März 2005 von den spanischen Militärbehörden zur Veröffentlichung freigegeben)alle spanischen Zeitungen haben ihn veröffentlicht und mittlerweile lacht sich ganz Spanien kaputt.

Galizier: (Geräusch im Hintergrund): Hier spricht A853 zu ihnen, bitte ändern sie ihren Kurs um 15 Grad nach Süden um eine Kollision zu vermeiden... Sie fahren direkt auf uns zu, Entfernung 25 nautische Meilen...

Amerikaner: (Geräusch im Hintergrund): Wir raten ihnen, ihren Kurs um 15 Grad nach Norden zu ändern um eine Kollision zu vermeiden.

Galizier: Negative Antwort. Wir wiederholen: ändern sie ihren Kurs um 15 Grad nach Süden um eine Kollision zu vermeiden.

Amerikaner(eine andere amerikanische Stimme): Hier spricht der Kapitän eines Schiffes der Marine der Vereinigten Staaten von Amerika zu ihnen. Wir beharren darauf: ändern sie sofort sie ihren Kurs um 15 Grad nach Norden um eine Kollision zu vermeiden.

Galizier: Dies sehen wir als weder machbar noch als erforderlich an, wir empfehlen ihnen ihren Kurs um 15 Grad nach Süden zu ändern um eine Kollision zu vermeiden.

Amerikaner(stark erregter befehlerischer Ton): HIER SPRICHT DER KAPITÄN RICHARD JAMES HOWARD, KOMMANDANT DES FLUGZEUGTRÄGERS "USS LINCOLN" VON DER MARINE DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA, DAS ZWEIT GRÖSSTE KRIEGSSCHIFF DER NORD-AMERIKANISCHEN FLOTTE, UNS GELEITEN ZWEI PANZERKREUZER, SECHS ZERSTÖRER, FÜNF KREUZSCHIFFE, VIER U-BOOTE UND MEHRERE SCHIFFE DIE UNS JEDERZEIT UNTERSTÜTZEN KÖNNEN. WIR SIND IN KURS RICHTUNG PERSISCHER GOLF, UM DORT EIN MILITÄRMANÖVER VORZUBEREITEN UND IM HINBLICK AUF EINE OFFENSIVE DES IRAQ AUCH DURCHZUFÜHREN. ICH RATE IHNEN NICHT ........ ICH BEFEHLE IHNEN, IHREN KURS UM 15 GRAD NACH NORDEN ZUÄNDERN!!!!! SOLLTEN SIE SICH NICHT DARAN HALTEN SEHEN WIR UNS GEZWUNGEN DIE NOTWENDIGEN SCHRITTE EINZULEITEN, DIE NOTWENDIG SIND UM DIE SICHERHEIT DIESES FLUGZEUGTRÄGERS UND AUCH DIE DIESER MILITÄRISCHEN STREITMACHT ZU GARANTIEREN. SIE SIND MITGLIED EINES ALLIERTEN STAATES, MITGLIED DER NATO UND SOMIT DIESER MILITÄRISCHEN STREITMACHT... BITTE GEHORCHEN SIE UNVERZÜGLICH UND GEHEN SIE UNS AUS DEM WEG!!!

Galizier: Hier spricht Juan Manuel Salas Alcantara. Wir sind zwei Personen. Uns geleiten unser Hund, unser Essen , zwei Bier und ein Mann von den Kanaren, der gerade schläft. Wir haben die Unterstützung der Sender Cadena Dial vonla Coruna und Kanal 106 als Maritimer Notruf. Wir fahren nirgendwo hin, da wir mit ihnen vom Festland aus reden. Wir befinden uns im Leuchtturm A-853 Finisterra an der Küste von Galizien. Wir haben eine scheiss Ahnung, welche Stelle wir im Ranking der spanischen Leuchtturme einnehmen. Und sie können die Schritte einleiten, die sie für notwendig halten und auf die sie geil sind, um die Sicherheit ihres Scheiss-Flugzeugträgers zu garantieren, zu mal er gleich an den Küstenfelsen Galiziens zerschellen wird, und aus diesem Grund müssen wir darauf beharren und möchten es ihnen nochmals ans herz legen, dass es das Beste, das Gesündeste und das Klügste für sie und ihre Leute ist, nämlich ihren Kurs um 15 Grad nach Süden zu ändern um eine Kollision zu vermeiden.

Totenstille am amerikanischen Funk...

Durangrim
07-06-2007, 03:08 PM
Der junge Pfarrer hat Lampenfieber vor seiner ersten Predigt. Er fragt den Apotheker, was er dagegen tun könne. Der rät ihm, er solle vor dem Spiegel
üben und wenn das große Zittern käme, einen Schnaps zu trinken.



Nachdem der junge Geistliche 17mal gezittert hat, klettert er auf allen Vieren auf die Kanzel. Nach der predigt verläßt er die Kanzel unter tosendem
Beifall der Gemeinde, geht zum Apotheker und fragt lallend, wie ihm seine Predigt gefallen habe. Der Apotheker wischt sich die Tränen aus den Augen,
lobt den Pfarrer und meint, er habe nur 9 Fehler begangen:

1. Eva verführte Adam nicht mit ihrer Pflaume, sondern mit einem Apfel,
2. Kain hat Abel nicht mit der MP erschossen, sondern erschlagen,
3. Es heißt nicht Berghotel, sondern Bergpredigt,
4. Jesus wurde nicht auf einer Kreuzung überfahren, sondern ans Kreuz geschlagen,
5. Dann war es nicht ein warmherziger Bernhardiner, sondern ein barmherziger Samariter,
6. Es heißt nicht dem Hammel sein Ding, sondern dem Himmel sei Dank,
7. Es heißt nicht suche mich nicht in der Unterführung, sondern führe mich nicht in Versuchung,
8. Es heißt nicht Jesus meine Kuh frißt nicht, sondern Jesus meine Zuversicht,
9. Und am Ende heißt es nicht Prost, sondern Amen....


;)

Gornek
08-06-2007, 11:02 PM
Die Person aus Geschichte1 hätte sicher eine auf die Nase verdient. ;)

Purpleheart
09-06-2007, 09:21 AM
Okay, nachdem sich dieser Thread zum inoffiziellen Humor-Thread entwickelt, möchte ich hier mal auf den Unterschied zwischen Lappen und Waschlappen aufmerksam machen ;)


+ 10°C Die Bewohner von Mietwohnungen in Helsinki drehen die
Heizung ab.
Die Lappen (Bewohner Lapplands) pflanzen Blumen.

+ 5°C Die Lappen nehmen ein Sonnenbad, falls die Sonne noch über
den Horizont steigt.

+ 2°C Italienische Autos und OPEL springen nicht mehr an.

0°C Destilliertes Wasser gefriert.

- 1°C Der Atem wird sichtbar. Zeit, einen Mittelmeerurlaub zu
planen. Die Lappen essen Eis und trinken kaltes Bier.

- 4°C Die Katze will mit ins Bett.

- 10°C Zeit, einen Afrikaurlaub zu planen.
Die Lappen gehen zum Schwimmen.

- 12°C Zu kalt zum Schneien.

- 15°C Amerikanische Autos springen nicht mehr an.

- 18°C Die Helsinkier Hausbesitzer drehen die Heizung auf.

- 20°C Der Atem wird hörbar.

- 22°C Französische Autos und springen nicht mehr an.
Zu kalt zum Schlittschuhlaufen.

- 23°C Politiker beginnen, die Obdachlosen zu bemitleiden.

- 24°C Deutsche Autos (außer OPEL) springen nicht mehr an.

- 26°C Aus dem Atem kann Baumaterial für Iglus geschnitten werden.

- 29°C Die Katze will unter den Schlafanzug.

- 30°C Japanische Autos springen nicht mehr an.
Der Lappe flucht, tritt gegen den Reifen und startet seinen Lada.

- 31°C Zu kalt zum Küssen, die Lippen frieren zusammen.
Lapplands Fußballmannschaft beginnt mit dem Training für den Frühling.

- 35°C Zeit, ein zweiwöchiges heißes Bad zu planen.
Die Lappen schaufeln Schnee vom Dach.

- 39°C Quecksilber gefriert. Zu kalt zum Denken.
Die Lappen schließen den obersten Hemdknopf.

- 40°C Das Auto will mit ins Bett.
Die Lappen ziehen einen Pullover an.

- 45°C Die Lappen schließen das Klofenster

- 50°C Die Seelöwen verlassen Grönland.
Die Lappen tauschen die Fingerhandschuhe gegen Fäustlinge.

- 70°C Die Eisbären verlassen den Nordpol.
An der Universität Rovaniemi wird ein Langlaufausflug organisiert.

- 75°C Der Weihnachtsmann verlässt den Polarkreis.
Die Lappen klappen die Ohrenklappen der Mütze runter.

- 250°C Alkohol gefriert.
Der Lappe ist sauer.

- 268°C Helium wird flüssig.

- 270°C Die Hölle friert.

- 273,15°C Absoluter Nullpunkt. Keine Bewegung der Elementarteilchen.
Die Lappen geben zu: "Ja, es ist etwas kühl, gib' mir noch einen Schnaps."

So, jetzt kennt Ihr den Unterschied zwischen Lappen und Waschlappen.
Und die Heizung bleibt auf 6 !!

Durangrim
09-06-2007, 12:41 PM
Rotkäppchen - die Beamten-Deutsch-Version




Im Kinderanfall unserer Stadtgemeinde ist eine hierorts wohnhafte, noch unbeschuhlte Minderjährige aktenkundig, welche durch ihre unübliche Kopfbedeckung gewohnheitsmässig Rotkäppchen genannt zu werden pflegt. Der Mutter besagter R. wurde seitens ihrer Mutter ein Schreiben zustellig gemacht in welchem dieselbe Mitteilung ihrer Krankheit und Pflegebedürftigkeit machte, worauf die Mutter der R. dieser die Auflage machte, der Grossmutter eine Sendung von Nahrungs- und Genussmittel zu Genesungszwecken zuzustellen.

Vor ihrer Inmarschsetzung wurde die R. seitens ihrer Mutter über das Verbot betreffs Verlassens der Waldwege auf Kreisebene belehrt. Dieselbe machte sich infolge Nichtbeachtung dieser Vorschrift straffällig und begegnete beim übertreten des amtlichen Blumenpflückverbotes einem polizeilich nicht gemeldeten Wolf ohne festen Wohnsitz. Dieser verlangte in gesetzmässiger Amtsanmassung Einsichtnahme in das zu Transportzwecken von Konsumgütern dienende Korbbehältnis und traf in Tötungsabsicht die Feststellung, dass die R. zu ihrer verschwägerten und verwandten, im Baumbestand angemieteten Grossmutter eilend war.

Da seitens des Wolfes Verknappungen auf dem Ernährungssektor vorherrschend waren, fasste er den Entschluss, bei der Grossmutter der R. unter Vorlage, falscher Papiere vorsprachig zu werden. Weil dieselbe wegen Augenleidens Krank geschrieben war, gelang dem in Fressvorbereitung befindlichen Untier die diesfallsige Täuschungsabsicht, worauf es unter Verschlingung der Bettlägerigen einen Strafbaren Mundraub zur Durchführung brachte. Ferner täuschte das Tier bei der später eintreffenden R. seine Identitaet mit der Grossmutter vor, stellte ersterer nach und in der Folge durch Zweitverschlingung der R. seinen Tötungsvorsatz erneut unter Beweis.

Der sich auf einem Dienstgang befindliche und im Forstwesen zuständige Waldbeamte B. vernahm Schnarchgeräusche und stellte der Urheberschaft seitens des Tiermaules fest. Er reichte bei seiner vorgesetzten Dienststelle ein Tötungsgesuch ein das dortseits zuschlägig beschieden und pro Schuss bezuschusst wurde. Nach Beschaffung einer Pulverschiessvorrichtung zu Jagdzwecken gab er in wahrgenommener Einflussnahme auf das Raubwesen einen Schuss ab. Dieser wurde in Fortführung der Raubtiervernichtungsaktion auf Kreisebene nach Empfangnahme des Geschosses ablebig.

Die gespreizte Beinhaltung des Totgutes weckte in dem Schussgeber die Vermutung, dass der Leichnam Menschenmaterial beinhaltete. Zwecks diesbezüglicher Feststellung öffnete er unter Zuhilfenahme eines Messers den Kadaver zur Todvermarktung und stiess hierbei auf die noch lebhafte R. nebst beigehefteter Grossmutter. Durch die unverhoffte Wiederbelebung bemächtigte sich beider Personen ein gesteigertes, amtlich nicht zulässiges Lebensgefühl, dem Sie durch groben Unfug, öffentliches Ärgernis erregenden Lärm und Nichtbeachtung anderer Polizeiverordnungen Ausdruck verliehen, was ihre Haftpflichtmachung zur Folge hatte. Der Vorfall wurde von den Kulturschaffenden Gebrüdern Grimm zu Protokoll genommen und starkbekinderten Familien in Märchenform zustellig gemacht.

Wenn die Beteiligten nicht durch Hinschied abgegangen und in Fortfall gekommen sind sind dieselben derzeit noch lebhaft!

Darad
09-06-2007, 06:10 PM
Entschuldigung nach einer Betriebsfeier

An alle Kollegen.
Als ich heute früh ins Büro kam, konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass gar manche/r eine
gewisse Abneigung gegen mich zu hegen scheint. Nachdem einige mich mit dem Titel „Drecksau“ belegt
haben, reifte der Verdacht in mir, dass man mir die kleinen Ausrutscher während der Jubiläumsfeier
am letzten Donnerstag noch immer übel nimmt.

Dann rief auch noch der Chef vom Krankenhaus aus an, um mich zur Schnecke zu machen. Ich möchte
daher diese Gelegenheit nutzen, um mich bei allen zu entschuldigen. Vor allem, da alle, mit denen ich
versuche zu sprechen, einen Anfall von Taubstummheit bekommen.

Also, fangen wir gleich mal mit dem Chef an: Es tut mir wirklich leid, mit welchen Namen ich Sie im
Laufe der Feierlichkeiten tituliert habe. Ich weiß sehr wohl, dass Ihr Vater kein Volldepp und Ihre
Mutter keine Straßenhure war. Ihre Frau ist sehr nett und die Geschichte, dass Sie sie für 50 Cent in
Thailand aus dem Puff ausgelöst haben, ist natürlich auch frei erfunden. Genauso wie die Tatsache,
dass Ihre Kinder nicht von Ihnen sind.
Ich hoffe die operative Entfernung der Sektflasche aus Ihrem Allerwertesten verlief schmerzfrei.

Liebste INGE!!! Entschuldige bitte tausendmal, aber ich habe wirklich geglaubt, das Geländer hält die
paar Stöße locker aus. Vor allem wo wir beide doch gerade so viel Spaß hatten. Kann ja nicht jeder wissen,
dass die in dieser Firma sogar bei den baulichen Maßnahmen sparen. Trotzdem war es schon geil,
als wir auf die untere Treppenebene gestürzt sind. Ich glaube so gewaltig bin ich noch nie gekommen.
Du aber auch nicht - Deinem Schreien nach zu urteilen. Das waren nicht nur Schmerzen, oder?? Mach
dir keine Sorgen, so ein paar gebrochene Wirbel kriegen die schon wieder hin. Und Deine Beine spürst
du sicher auch bald wieder.

Mensch Broti, altes Haus. Das war doch nur ein Scherz, dass ich den Feuerwehrleuten gesagt habe, du
hättest den Feueralarm betätigt. Ich habe nicht gewusst, dass die ihren Schlauch auf dich halten und
dich voll abspritzen.
Die haben aber auch einen Druck auf diesen Dingern und kalt ist das Wasser bestimmt auch.

Hallo Heiko, hallo Kathrin. Ich wollte euch nur ein wenig erschrecken, als ich die Tür zur Putzkammer
aufriss. Heiko, dass du dir gleich zwei Vorderzähne raushaust, weil du mit der heruntergelassenen Hose
hingefallen bist, dafür kann ich wirklich nichts. Wenn es dir wieder besser geht, laden wir dich und
Deine Frau mal wieder zum Abendessen ein. Okay? Von Kathrin rede ich natürlich kein Wort!!

Janine - die einzige Entschuldigung, dass ich dir die Klamotten ausgezogen und versteckt habe, während
du Deinen Rausch im Krankenzimmer ausgeschlafen hast, ist, dass ich sturzbesoffen war. Ich weiß
auch wirklich nicht mehr, wo ich Deine Sachen hin getan habe. Ehrenwort! Dass Dein Mann jetzt die
Scheidung will, weil du im Blaumann vom Hausmeister nach Hause kamst, tut mir wirklich leid.

Und ich entschuldige mich bei natürlich allen, dass ich in die Bowle gepinkelt habe und es erst erzählte,
als auch das letzte Glas leer war.
Ich hoffe Ihr könnt mir alle verzeihen und ich würde mich freuen, wenn wir uns bald wieder mit gegenseitigem
Respekt begegnen können.
Euer Azubi
PS: Ich freue mich jetzt schon auf unser Sommerfest!!!

Durangrim
09-06-2007, 06:53 PM
Tragische Geschichte eines (ex)freien Mannes


Man sollte wissen was man möchte und das von vornherein..... Ich war männlich, verwegen, ich war frei und hatte lange Haare.



Meine Frau lernte mich kennen, nicht umgekehrt. Sie stellte mir förmlich nach. Egal wo ich hinkam, sie war schon da. Es ist nun zwölf Jahre her.

Damals war ich eingefleischter Motorradfahrer, trug nur schwarze Sweat-Shirts, ausgefranste Jeans und Bikerstiefel, und ich trug lange Haare.

Selbstverständlich hatte ich auch ein Outfit für besondere Anlässe. Dann trug ich ein schwarzes Sweat-Shirt, ausgefranste Jeans und weiße Turnschuhe.

Hausarbeit war ein Übel, dem ich wann immer es möglich war aus dem Weg ging.

Aber ich mochte mich und mein Leben. So also lernte sie mich kennen. "Du bist mein Traummann. Du bist so männlich, so verwegen und so frei."

Mit der Freiheit war es alsbald vorbei, da wir beschlossen zu heiraten.

Warum auch nicht, ich war männlich verwegen, fast frei und ich hatte lange Haare.

Allerdings nur bis zur Hochzeit. Kurz vorher hörte ich sie sagen: " Du könntest wenigstens zum Frisör gehen, schließlich kommen meine Eltern zur Trauung."

Stunden, - nein Tage später und endlose Tränen weiter gab ich nach und ließ mir eine modische Kurzhaarfrisur verpassen, denn schließlich liebte ich sie, und was soll`s, ich war männlich, verwegen, fast frei und es zog auf meinem Kopf.

Und ich war soooo lieb. "Schatz ich liebe Dich so wie Du bist" hauchte sie.

Das Leben war in Ordnung obwohl es auf dem Kopf etwas kühl war. Es folgten Wochen friedlichen Zusammenseins bis meine Frau eines Tages mit einer großen Tüte unterm Arm vor mir stand. Sie holte ein Hemd, einen Pullunder ( bei dem Wort läuft es mir schon eiskalt den Rücken runter ) und eine neue Hose hervor und sagte:" Probier das bitte mal an." Tage, Wochen, nein Monate und endlose Papiertaschentücher weiter gab ich nach, und trug Hemden, Pullunder ( Ärrrgh) und Stoffhosen. Es folgten schwarze Schuhe, Sakkos, Krawatten und Designermäntel. Aber ich war männlich, verwegen, todchic und es zog auf meinem Kopf.

Dann folgte der größte Kampf. Der Kampf ums Motorrad. Allerdings dauerte er nicht sehr lange, denn im schwarzen Anzug der ständig kneift und zwickt lässt es sich nicht sehr gut kämpfen. Außerdem drückten die Lackschuhe was mich auch mürbe machte.

Aber was soll`s, ich war männlich, spießig, fast frei, ich fuhr einen Kombi, und es zog auf meinem Kopf.

Mit den Jahren folgten viele Kämpfe, die ich allesamt in einem Meer von Tränen verlor.

Ich spülte, bügelte, kaufte ein, lernte Deutsche Schlager auswendig, trank lieblichen Rotwein und ging Sonntags spazieren.

Was soll`s dachte ich, ich war ein Weichei, gefangen, fühlte mich scheiße und es zog auf dem Kopf.


Eines schönen Tages stand meine Frau mit gepackten Koffern vor mir und sagte:" Ich verlasse Dich."

Völlig erstaunt fragte ich sie nach dem Grund. "Ich liebe Dich nicht mehr, denn Du hast Dich so verändert. Du bist nicht mehr der Mann den ich mal kennen gelernt habe."

Vor kurzem traf ich sie wieder. Ihr "Neuer" ist ein langhaariger Biker mit zerrissenen Jeans und Tätowierungen der mich mitleidig ansah.

Ich glaube ich werde Ihm eine Mütze schicken. :D